Frisch Auf Frauen Göppingen

27.12.2024|Autor*in: höh

Hoch soll hoch oben im Norden anhalten

Die FRISCHAUF Frauen stehen vor einer der weitesten Anreisen und sind an diesem Freitag um18 Uhr beim Buxtehuder SV im Einsatz

Hoch oben im Norden soll das Hoch der Göppinger Bundesliga-Handballerinnen an diesem Freitag andauern, wenn das zuletzt drei Mal in Folge siegreiche Team on Trainer Nico Kiener um 18 Uhr beim Buxtehuder SV im Einsatz ist. Die Vorzeichen könnten dabei unterschiedlicher kaum sein: Auf der einen Seite der noch sieglose und mit zwei Unentschieden bei Tabellenführer Borussia Dortmund(25:25) und gegen Metzingen (30:30) auf dem vorletzten Rang liegende BSV, auf der anderen Seite die mit 8:8-Zählern in den Playoff-Plätzen rangierenden Frisch-Auf-Frauen.

Geht sein Team in der Sporthalle Nord jetzt etwa als Favorit in die Begegnung? Für Göppingens Coach Nico Kiener steht ganz klar fest: „Nein, auf keinen Fall. Wir haben uns in der Liga mit unseren jüngsten Siegen Respekt verschafft und haben ein sehr gutes Team, sind aber keine Übermannschaft, die jetzt gegenjeden gewinnt. Buxtehude ist ein etabliertes Team im Oberhaus, das dringend Punkte benötigt. Schon seit Wochen wird der Fokus auf die drei Partien gegen uns, in Zwickau und gegen Leverkusen gelegt, wo gewonnen werden soll, um den Anschluss ans Mittelfeld zu halten. Wir wollen es dem BSV so schwer wie möglich machen zu Punkten zu kommen und ein unangenehmer Gegner sein.“

Wie zuletzt gelte die Devise: zuschlagen, wenn sich eine Chance dazu bietet. „Jedes Spiel hängt von so vielen Dingen ab, wie es sich entwickelt. Wir hoffen, gleichgut in die Partie zu finden und wollen das Selbstvertrauen der letzten Spielenutzen und auch zeigen.“ Der Druck laste eindeutig bei den Gastgeberinnen, die gewinnen müssen. Sonst drohen sie die Playoff-Ränge langsam aus den Augen zu verlieren. Diese sind für die FRISCH AUF Frauen nach wie vor kein Thema, nachdem bislang starken Saisonverlauf aber im Bereich des Möglichen, sollte nun auch in Buxtehude, im vierten Spiel in Folge, Zählbares herausspringen. Trainer Kiener weiß jedoch: Es kann auch schnell wieder anders aussehen. Und die Gegnernach dem Buxtehude-Spiel werden nicht gerade weniger schwierig. Also werde man alles versuchen, nicht mit leeren Händen aus dem zweiten Nord-Süd-Duell binnenweniger Tage nach dem Heimsieg gegen den VfL Oldenburg zurückzukehren.

Personell hofft man im Göppinger Lager, aus dem Vollen schöpfen zu können. Gegen Oldenburg fehlte von den Feldspielerinnen lediglich die erkrankte Sarah Irmler. Eventuell ist die Außenspielerin in Buxtehude wieder mit dabei. Wobei sie von der jungen Lea Watzl sehr gut vertreten wurde. Überhaupt waren die Flügelspielerinnen der Göppingerinnen gegen Oldenburg einmal mehr treffsicher: Luisa Scherer und Gianina Bianco steuerten auf der rechten Seite insgesamt sechs Treffer bei, Lea Watzl auf der anderen Seite vier Buden. Spielerin des Spiels war aber Torhüterin Celina Meißner, die ihr Team in der zweiten Hälfte und vor allem in der Crunchtime nach dem Ausgleich der Gäste im Spiel hielt. In Buxtehude wird es wieder auf viele Mosaiksteinchen ankommen, um erfolgreich zu sein. Sollten diese aber passen bei den Göppingerinnen, muss man sie erst einmal bezwingen.

Am Montag genossen die Frisch-Auf-Handballerinnen einen freien Tag, am Donnerstag ging es los in den Landkreis Stade. Mit viel Euphorie und guter Laune. „Wir freuen uns sehr über den bisherigen Rundenverlauf. Wir haben uns das hart erarbeitet, wo wir jetzt stehen“, sagt Spielmacherin Leonie Patorra, die eine unangenehme Aufgabe erwartet. „Es geht alles wieder bei null los, wir müssen uns auch durch diese Partie durcharbeiten und unsere Spielweise auf die Platte bringen. Der BSV spielt schon lange in der Bundesliga, da darf man sich von der derzeitigen Tabellensituation nicht blenden lassen.“ Man wolle so rangehen wie in den letzten Spielen. „Sollten wir die lange Rückfahrt mit zwei Punkten im Gepäck antreten können, wäre das natürlich super.“

Die Sportliche Leiterin Birute Schaich blickt immer noch begeistert auf das rundum gelungene vergangene Wochenende mit dem25:23-Erfolg gegen Oldenburg vor knapp 3700 Zuschauern. „Ich bin sehr stolz auf das Team, wir haben das toll hinbekommen und stehen sehr gut da, das hat niemand so kaum jemand erwartet. Wir nehmen die ganzen positiven Dinge mit, sie geben uns Sicherheit und Kraft.“ Gegner Buxtehude brauche dringend Punkte, „da wird es sicher eine klare Ansage geben. Wir brauchen wieder eine starke Abwehr mit guten Torhüterinnen dahinter, dann ist alles möglich“, so Schaich vor dem letzten Auswärtsspiel des Jahres.

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