Frisch Auf Frauen Göppingen
Göppinger Siegesserie reißt
Bundesliga

8.11.2021|Autor*in: Frank Höhmann

Göppinger Siegesserie reißt

Damit verpassten die FRISCH AUF Frauen den möglichen Sprung auf Rang zwei.

Göppinger Siegesserie reißt

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Die FRISCH AUF Frauen verlieren das Spitzenspiel gegen den HSV Solingen-Gräfrath 25:27 (8:9) und verpassen den Sprung auf Rang zwei

Die Siegesserie ist gerissen: In einem über weite Strecken zerfahrenen und in der ersten Hälfte von den beiden Torhüterinnen Anne Bocka und Natascha Krückemeier dominierten, dafür bis in die Schlusssekunden spannenden und vom Kampf geprägten Spitzenspiel unterlagen die Göppinger Zweitliga-Handballerinnen dem HSV Solingen-Gräfrath mit 25:27 (8:9). Für das Team von Trainer Nico Kiener war es die erste Niederlage nach zuletzt sechs Erfolgen in Serie. Damit verpassten die FRISCH AUF Frauen den möglichen Sprung auf Rang zwei, dem stattdessen dem Team aus dem Bergischen Land gelang.

„Das ist absolut ärgerlich und enttäuschend, dass wir das Spiel, zudem in eigener Halle, verloren haben. Das hätte nicht sein müssen, aber die vielen technischen Fehler und Fehlwürfe in der ersten Hälfte haben uns komplett das Selbstvertrauen genommen“, haderte Nico Kiener mit der Abschlussschwäche seines Teams, das viele frei Chancen versiebte. Der Göppinger Coach hatte in der Vergangenheit bereits betont, dass es Rückschläge geben werde. Zu diesen zählte die Heimpleite gegen das Team aus der Spitzengruppe nur bedingt. Vielmehrärgerte man sich im Lager der Göppingerinnen, nicht an das wahre Leistungsvermögenherangekommen zu sein. Aus dem Positionsangriff und über den Kreis entwickelte man zu wenig Gefahr. „Das hat bei Solingen besser funktioniert. Wir haben uns mit dem 7:6 wieder herangekämpft, gehen dann sogar in Führung, leisten uns aber wieder zwei technische Fehler, die Solingen zu Würfen ins leere Tor nutzt. Insgesamt war viel zu viel Hektik im Spiel.“

Der Start in die Partie verlief schleppend. Beide Kontrahenten taten sich im Angriff schwer und konnten nicht von den Paraden ihrer Torhüterinnen und den Fehlern des Gegners profitieren. Demnach stand es nach 17 Minuten gerade einmal5:5. In kurzen Abständen brummten die kleinlich beginnenden Unparteiischen den Gastgeberinnen in den ersten zehn Minuten drei Zeitstrafen auf, aber auch die kurzzeitige doppelte Überzahl wusste Solingen nicht zu nutzen. Die Kiener-Schützlinge ließen sich in den ersten 30 Minuten zwar nicht abschütteln und konnten Rückstände immer wieder ausgleichen, zur Führung reichte es aber nie. Der Göppinger Übungsleiter wechselte mehrfach, um die für diesen Abend beste Formation zu finden, doch fehlte es gegen die körperbetonte 6:0-Deckung der Gäste an Ideen. Ohne klare Struktur versuchten es die Göppingerinnen zu oft mit der Brechstange.

Nach dem Wechsel schienen die FRISCH AUF Frauen mit der ersten Führung der Partie überhaupt (10:9, 32.) die Begegnung in den Griff zu bekommen, sahen sich wenig später aber einem 12:16-Rückstand ausgesetzt. Nach einer Auszeit stellte Kiener auf die 7:6-Variante ohne Torhüterin, zwei Kreisläuferinnen und zwei Linkshänderinnen mit Lisa Borutta in der Mitte um. Das fruchtete. Beim 18:18(46.) war alles wieder offen und das Publikum da. Solingen kämpfte jedoch verbissen und entfachte durch die quirlige Cassandra Nanfack viel Druck auf die Göppinger Abwehr. In der Schlussphase agierten die Gäste aus dem Bergischen Land abgeklärter und zwangen die Frisch-Auf-Frauen stets zum Nachziehen. Toptorjägerin Vanessa Brandt und die rechte Außenspielerin Merit Müller, die vier ihrer fünf Treffer in den letzten zehn Minuten erzielte, führten ihr Team zur Freude von Trainerin Kerstin Reckenthäler zum nicht unverdienten Auswärtserfolg. „Kompliment an die Mädels. Mehr Kampfgeist, mehr Wille, mehr Emotionen gehen nicht.“

Und so kam die positive Göppinger Nachricht des Abends vom Spielfeldrand: Die für Social Media zuständige Jasmina Rebmann-Jankovic wurde vergangene Woche Mutter einer Tochter.


So spielten sie:

FRISCH AUF Frauen: Bocka, Kaminska (ab 41.); Brugger (1), Borutta (6), Wolf (3/3), Frey (2), Woch (6),Schlegel (3), Tinti, De Bellis, Francikova (1), Ehmann (3), Wyder, Scherer
HSV Solingen-Gräfrath: Krückemeier, Gün, Fahnenbruck; Senel (2), Clauberg, Nanfack (5), Münch, Reinarz(1), Tesche (1), Kamp, Müller (5), Penz (3), Jörgens, Weyh, Brandt (10/4)
Schiedsrichter: PhilippDinges/ Tobias Schmack (Stutensee/Stuttgart)
Zeitstrafen: 8:4-Minuten
Zuschauer:563.

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