Erste Ausfahrt im Jahr 2026 heißt Zwickau

3.1.2026
Kategorie
Bundesliga

Nach dem vielumjubelten Derbyerfolg gegen Metzingen müssen die FRISCHAUF Frauen zum Ende ihrer englischen Woche nach Sachsen

Es bleibt kaum Zeit zum Luft holen, geschweige denn, den grandiosen 33:28-Derbyerfolg gegen die TuS Metzingen so richtig auszukosten. Schon an diesem Samstag um 18 Uhr sind die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen wieder im Einsatz. Zum Ende seiner englischen Woche muss das Team von Trainer Nico Kiener beim Tabellenneunten BSV Sachsen Zwickau in der Sparkassen-Arena antreten. Der Göppinger Coach versucht mit den Seinen „die Spannung hochzuhalten und nochmals alles reinzulegen gegen einen sehr kampfstarken Gegner“, um bestenfalls gleich noch einen weiteren Sieg nachzulegen und sich im dicht gedrängten Mittelfeld zu behaupten. „Gegen Metzingen hat wirklich alles optimal gepasst. Das Team hat das in der Defensive umgesetzt, was wir zuvor besprochen und uns vorgenommen hatten.“

Gelingt es seinem Team, in der Abwehr nahtlos an die Vorstellung gegen Metzingen anzuknüpfen, als es mit der ein oder anderen Umstellung rund um den von Luisa Schulze hervorragend zupackenden Innenblock gelang, die Gäste frühzeitig zu stören und im Spielaufbau zu hindern, könnte es in Sachsen weitere Beute fürs Punktekonto gegen. Allerdings sind manche Akteurinnen etwas angeschlagen wie etwa Spielmacherin Lea Neubrander oder Außenspielerin Luisa Scherer. Ob und wie lange sie eingesetzt werden können und die Kräfte allgemein reichen, wird sich am Samstag im Verlauf der Partie zeigen. „Nach so einem Top-Spiel mit den ganzen Emotionen ist es in so kurzer Zeit schwierig, einigermaßen runterzukommen und sich zu sammeln und dann sofort wieder hochzufahren. Aber das müssen wir hinbekommen, wenn wir in Zwickau gewinnen wollen. Und das wollen wir, um den Erfolg gegen Metzingen zu krönen“, sagt die Sportliche Leiterin Birute Schaich.

Das erste Auswärtsspiel des Jahres treten die FRISCH AUF Frauen mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen im Gepäck an. Das Derby gegen Metzingen und die Topstimmung der Rekordkulisse von 4200 Zuschauern wirken bei allen positiv nach „und geben uns ganz viel Energie mit auf den Weg“, berichtet Außenspielerin Lea Watzl, die in Dortmund krankheitsbedingt geschont wurde und gegen Metzingen dann richtig aufdrehte. Da schlug die Steal-Queen nicht nur in der Defensive wieder zu, sondern bestach mit einigen schönen Treffern und dem genialen Anspiel bei letztem Pass auf Luisa Schulze am Kreis, die per Kempator vollendete. „In Zwickau erwartet uns eine extrem kämpferische und körperlich sehr starke Mannschaft. Darauf stellen wir uns ein und wissen, dass es vor allem über Einsatz, Zusammenhalt und volle Konzentration gehen wird. Entscheidend wird sein, dass wir unsere Kräfte bündeln und von Anfang an bereit sind, den Kampf anzunehmen“, sagt die 20-Jährige und blickt noch voller Begeisterung auf das Derby gegen die „TusSies“ zurück: „Das Spiel am Dienstag war für uns etwas ganz Besonderes. Die Atmosphäre und vor so vielen Menschen spielen zu dürfen, war einfach sensationell und hat unglaublich viel Energie freigesetzt, das war wirklich der Wahnsinn, anders kann man es nicht beschreiben.“ Vor allem aus der Abwehr heraus habe man sich viel Sicherheit erarbeitet. „Wenn wir diese Aggressivität, diese Leidenschaft und diese Energie wieder auf die Platte bringen, können wir darauf aufbauen und auch in Zwickau unser Spiel durchziehen und zwei Punkte mit nach Hause nehmen.“

Kapitänin Louisa DeBellis stellt sich auf 60 Minuten harte Arbeit ein, „da Zwickau sehr heimstark ist und jüngst auch gegen den THC nur mit einem Tor verloren hat“. Auf die körperliche Härte des Gegners gelte es sich einzustellen und dagegenzuhalten. „Wir müssen wieder eine gute Abwehr stellen, um Zwickau zu wenigen einfachen Toren kommen zu lassen.“ Die Erinnerungen an das Spiel vom Dienstag wolle man mitnehmen und sich diese ins Gedächtnis rufen. „Es war für ein wirklich tolles Erlebnis. So viele Zuschauer hat man nicht alle Tage. Man hat gesehen, was das in uns als Team bewirkt hat.“ Daran gelte es im ersten Spiel des neuen Jahres anzuknüpfen, um dieses erfolgreich abzuschließen und sich etwas weiter vom hinteren Mittelfeld abzusetzen.