Mit ganz viel Herz ins Valentinstagsderby
An diesem Samstag um 19 Uhr treffen die FRISCH AUF Frauen im württembergischen Nachbarschaftsduell auf die Sport-Union Neckarsulm
Die Bilanz seit dem Wiederaufstieg ist ähnlich ausbaufähig wie sie es vor dem Derby gegen die TuS Metzingen war. Mit einem 33:28 konnten die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen Ende vergangenen Jahres aber die Trendwende gegen die „TusSies“ einleiten. Gleiches erhofft sich das Team von Trainer Nico Kiener an diesem Samstag um 19 Uhr, wenn die Sport-Union Neckarsulm zum württembergischen Derby in der Göppinger EWS Arena gastiert. Am Valentinstag wollen die FRISCH AUF Frauen mit ganz besonders viel Herz zu Werke gehen, um die schwarze Serie gegen das Team aus dem Landkreis Heilbronn endlich zu durchbrechen.
Vier Mal sind sich die beiden Kontrahenten seit der Rückkehr der Göppingerinnen in das Oberhaus gegenübergestanden. Und alle vier Partien konnte Neckarsulm für sich entscheiden. Vergangene Saison beide Duelle in der Liga. Diese Spielzeit das Hinspiel in der Ballei-Sporthalle und das Achtelfinalspiel im DHB-Pokal, das ebenfalls auswärts verloren ging für die Göppingerinnen. Das Derby wäre mit noch mehr Brisanz ausgestattet, würde Göppingens Sina Ehmann gegen ihren künftigen Klub mitwirken können. Doch ein Einsatz kommt für die 25-Jährige nach ihrer Operation am Meniskus wohl noch zu früh.
„Neckarsulm ist ein Gegner, gegen den wir versuchen wollen, wieder zu punkten. Sowohl das Liga-, als auch das Pokalspiel waren eine enge Angelegenheit“, erinnert sich Göppingens Trainer Nico Kiener an die beiden Duelle in der laufenden Spielzeit. Vor allem im Ligaspiel (28:29) schienen die FRISCH AUF Frauen den SUN-Fluch endlich ablegen zu können, als sie nach einem 14:23-Rückstand kurz vor Schluss mit 28:27 führten, sich den Sieg aber doch noch entreißen ließen. Etwas, das die FRISCH AUF Frauen wurmt, zumal es nicht das einzige Mal im Verlauf dieser Runde der Fall sein sollte. Doch das ist der sprichwörtliche Schnee von gestern. Was jetzt zählt ist, die Hauptrunde nach Möglichkeit auf dem jetzigen Platz abzuschließen, um mit einem kleinen Puffer auf den Relegationsplatz in die entscheidende Saisonphase gehen zu können. Ein Sieg gegen Neckarsulm wäre hier doppelt hilfreich, zumal am Mittwoch der Buxtehuder SV mit einem Punktgewinn bei Borussia Dortmund (33:33) aufhorchen ließ.
Doch auch das Team von Trainer Thomas Zeitz, derzeit mit einem Spiel mehr und vier Zähler vor den FRISCH AUF Frauen liegend, hat nichts zu verschenken und möchte seinen sechsten Tabellenplatz gerne halten. Zu den Stützen zählt neben Nationalmannschaftskapitänin Antje Döll und Munia Smits Torhüterin Lena Ivancok. Die Österreicherin wird die Sport-Union aber nach drei Jahren im Sommer in Richtung Frankreich verlassen. Ein Wiedersehen gibt es mit der Polin Paulina Uscinowicz, in der Saison 2022/2023 für die FRISCH AUF Frauen aktiv. Sie belegt hinter Döll und Smits, die beide verlängert haben, Platz drei in der internen Neckarsulmer Torschützinnenliste.
Bei den FRISCH AUF Frauen liegt Spielgestalterin Haruno Sasaki (96/58) an der Spitze. Dahinter folgt ein dicht gedrängtes Feld an Spielerinnen mit fast identischen Erfolgserlebnissen, zu denen auch Nationalspielerin Luisa Scherer gehört. Die Linkshänderin hat in dieser Runde bereits 39 Mal für das Göppinger Team eingenetzt und möchte am Samstag aus einer starken Defensive und schnellem Umschaltspiel heraus möglichst viele weitere Treffer folgen lassen. „Wir wollen am Samstag unsere Heimstärke mit der Unterstützung der Fans nutzen, um im Derby gegen Neckarsulm zwei ganz wichtige Punkte zu holen. Wir haben diese Saison schon zweimal gegen die Sport-Union gespielt und wissen daher schon zu großen Teilen, was auf uns zukommt und bereiten uns entsprechend vor“, sagt die Linkshänderin, die in der neuen Spielzeit auf dem rechten Flügel zusammen mit der noch ganz jungen Sophia Mohr agieren wird. „Wir wissen alle, wie wichtig in der aktuellen Situation ein Erfolgserlebnis für uns ist, und das wollen wir uns am Samstag erkämpfen.“
Damit die Herzen der Zuschauer am Tag der Liebe Luisa Scherer und dem Team nach Spielschluss erst recht nur so zufliegen.




