Zum THC mit Tormaschine Reichert

4.2.2026
Kategorie
Bundesliga

An diesem Mittwoch um 19.30 Uhr haben die FRISCH AUF Frauen mit dem Gastspiel beim Thüringer HC eine hohe Hürde vor sich


Die Teilnahme des Thüringer HC an der Gruppenphase der EHF European League mit der Partie am Samstag beim rumänischen Vertreter CS Minaur Baia Mare hat für die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen zu Beginn des neuen Monats eine Reise unter der Woche zu Folge: An diesem Mittwoch um 19.30 Uhr geht es für das Team von Trainer Nico Kiener in die Salza-Halle nach Bad Langensalza zum amtierenden European-League-Gewinner mit Tormaschine Johanna Reichert, die nach einer Verletzungspause sich wieder in bestechender Form befindet und zuletzt beim 33:23-Auswärtssieg des Teams von Trainer Herbert Müller bei der Sport-Union Neckarsulm 14/6-Tore beisteuerte. Für die Österreicherin, die zur neuen Saison nach Rumänien zu Gloria Bistrita wechseln wird, eine nahe zu wiederkehrende Torquote. Es gibt kaum ein Spiel, in dem die Rückraumspielerin unter zehn Treffern bleibt. Im Hinspiel in der Göppinger EWS Arena beim 39:33-Sieg des THC waren es 11/6-Treffer.

Zweistellige Trefferzahlen sind auf Seiten der FRISCH AUF Frauen in dieser Runde Regisseurin Haruno Sasaki zwei Mal gelungen. Nicht zuletzt aufgrund ihrer starken Bilanz vom Siebenmeterpunkt aus – beim 32:32 gegen den Buxtehuder SV verwandelte die Japanerin alle sechs Göppinger Strafwürfe und insgesamt in der Saison bereits 58 – liegt die 30-Jährige zusammen mit eben Johanna Reichert auf Rang drei in der Torschützenliste der Handball Bundesliga Frauen. Aber auch gute Anspiele auf Kreisläuferin Luisa Schulze gibt es von Sasaki immer wieder zu sehen. All das half jedoch nichts zuletzt beim unglücklichen und vermeidbaren Punktverlust gegen den BSV. „Da waren wir alle schon sehr niedergeschlagen“, berichtet Haruno Sasaki. „Die erste Hälfte war nicht sonderlich gut, da hatten wir Probleme mit den Bewegungen der Buxtehuderinnen. In Hälfte zwei aber waren wir drin im Spiel, es lief vorne besser und wir haben uns die Führung erkämpft, am Ende reicht es aber dann doch wieder nicht zu zwei Punkten.“ Man dürfe jetzt aber nicht die Zuversicht verlieren und müsse konzentriert weiterarbeiten, um das Tief zu überwinden und wieder erfolgreich zu sein.

Dass ausgerechnet etwas Zählbares beim THC aufs Konto kommt, wäre auch mit mehr Punkten eher unwahrscheinlich, da das Müller-Team gerade in eigener Halle eine Macht darstellt. Der HSG Blomberg-Lippe jedoch konnte beim 26:23 beide Zähler entführen trotz der roten Wand im Hintergrund. „Es kommen immer sehr viele Fans zu den Heimspielen des THC und das Team agiert mit einem hohen Tempo, das gilt es zu unterbinden“, sagt Haruno Sasaki. „Und natürlich Johanna Reichert. Sie trifft aus allen Lagen.“ Ob es zum Duell mit ihrer Landsfrau Natsuki Aizawa kommt, weiß Haruno Sasaki noch nicht hundertprozentig. „Sie hatte zuletzt Probleme am Ellbogen.“ Sollte ihre Kollegin aus der Nationalmannschaft ausfallen, erleichtert das die Aufgabe des Teams von Trainer Nico Kiener nicht wirklich. „Das wird anstrengend unter der Woche. Aber wir werden auch in dieser Partie unser Bestes probieren und wollen versuchen, so lange wie möglich am THC dranzubleiben und ein gutes Spiel zu zeigen.“

Angesichts des jüngsten Ausgangs nicht gerade einfach, aber vielleicht bietet gerade so eine Partie ohne jeglichen Druck eine Möglichkeit, sich mit guten Aktionen, einer starken Abwehr und Torhüterleistung sowie überzeugenden Würfen wieder etwas aufzubauen und freizuspielen für die kommenden Aufgaben und speziell das am Valentinstag anstehende Heimderby gegen Neckarsulm. „Man kann auch ausNiederlagen Positives mitnehmen“, so die Sportliche Leiterin Birute Schaich. Als Sportler wolle man zwar immer gewinnen, egal gegen welchen Gegner, und man könne vorab nie sagen wie eine Partie verlaufe, die Aufgabe am Mittwoch sei aber eine sehr hohe Hürde. „Überraschungen gibt es zwar immer wieder, andererseits kannst du auch eine mitbekommen, wenn der THC richtig aufnimmt.“