Die FRISCH AUF Frauen wollen an diesem Mittwoch um 19.30 Uhr im Relegationshinspiel in Zwickau eine gute Ausgangsbasis schaffen

Der erste Teil des Showdowns um den letzten freien Platz in der Ersten Frauenhandball-Bundesliga beginnt an diesem Mittwoch (19.30 Uhr, sportdeutschland.tv): Einer der beiden Protagonisten sind die Göppinger FRISCH AUF Frauen, die sich mithilfe ihrer in der Runde gezeigten Auswärtsstärke in der Sporthalle Neuplanitz beim BSV Sachsen Zwickau eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in drei Tagen in der Göppinger EWS-Arena erarbeiten wollen. Beide Seiten fiebern den zwei Duellen entgegen: Zwickau will die Saison mit dem Klassenerhalt versöhnlich abschließen, Frisch Auf nach dem Abstieg und der danach vollzogenen Neuausrichtung und Verjüngung mit dem sofortigen Wiederaufstieg krönen.

„Alle sind heiß und möchten die Saison mit dem Highlight Aufstieg beenden. Wir wollen so lange wie möglich mithalten und mit einem guten Ergebnis in das Rückspiel vor eigenem Publikum gehen“, sagt Teammanagerin Birute Schaich, die das Team zu der Auswärtspartie begleitet und vor Ort anfeuert und unterstützt. „Wir können es schaffen, benötigen dazu aber zwei starke Leistungen. Wir werden bis zum Schluss alles geben. Es kann in der Endabrechnung auf jedes Tor ankommen.“

Die Göppingerinnen gehen bis auf Klara Schlegel und Sarka Francikova mit allen verfügbaren Spielerinnen in die Woche der Wahrheit und Klarheit. „Es sind einige wie zum Beispiel Pasci Wyder immer noch etwas gehandicapt und nicht ganz beschwerdefrei, aber sie werden mit den zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln auflaufen und ihr Bestes geben. Wir brauchen den Teamgeist, damit kannst du viel erreichen“, sagt Schaich.

„Das wird sicher ein unheimlich kampfbetontes Spiel. Zwickau ist im Tempospiel und in den Zweikämpfen stark. Wir müssen versuchen, sie zu Fehlern zwingen“, sagt Rückraumspielerin Lisa Borutta. Das besondere Kribbeln sei bei jeder Akteurin im Training zu spüren gewesen, je näher das erste der beiden Relegationsspiele rückte. „Es ist jetzt die letzte Woche der Saison, da haut jeder für unser großes Ziel noch einmal alles rein, was er hat. Die Stimmung ist super, wir hoffen im Rückspiel auf eine ähnlich volle Halle wie gegen Bremen. Wir brauchen die Fans und eine lautstarke Atmosphäre.“

Im Herbst vergangenen Jahres konnten sich die FRISCH AUF Frauen in der zweiten Runde des DHB-Pokals bereits mit einem Erstligisten messen und schrammten beim 21:24 bei der HSG Bensheim/Auerbach nur knapp an der Überraschung vorbei. Die Partie war bis fünf Minuten vor dem Ende beim Stande von 20:21 völlig offen. Der Auftritt in der Bensheimer Weststadthalle zeigte, dass die Kiener-Truppe gegen ein Team aus dem Mittelfeld des Oberhauses bestehen kann. Eine ähnliche Energie- und Willensleistung bedarf es auch an diesem Mittwoch in Sachsen, wo die Göppingerinnen dem Tabellenvorletzten der abgelaufenen Runde mit einer starken Abwehr um die auf der Halbposition voranschreitende Kapitänin Anja Brugger das Leben schwermachen und sie zu ungünstigen Würfen zwingen wollen.

Der letztjährige Aufsteiger rettete sich am letzten Spieltag in die Entscheidungsspiele und zog noch an den Handball-Luchsen Buchholz-Rosengarten vorbei. Beim 27:22-Erfolg beim Pokalfinalisten VfL Oldenburg habe man eine hohe Qualität abrufen können und gezeigt, dass man erstligatauglich sei, betonte Zwickaus Trainer Norman Rentsch, der großen Respekt hat vor dem Göppinger Team: „Das ist ein dickes Brett und eine Topmannschaft auf Erstliganiveau mit vielen erfahrenen Akteurinnen. In diesen Spielen gibt es keinen Favoriten.“ In Nele Kurzke hat Zwickau eine erfahrene Torhüterin, die früher für Bayer Leverkusen und den FHC Frankfurt/Oder spielte. Beste Werferin in der abgelaufenen Runde war die linke Rückraumspielerin Pia Adams, die in der kommenden Saison zurück nach Nordrhein-Westfalen wechselt und sich wie die Göppingerin Sina Ehmann dem HSV Solingen-Gräfrath anschließen wird. Für die beiden Schweizerinnen im Göppinger Team, Lisa Frey und Pascale Wyder, gibt es am Mittwoch ein Wiedersehen mit ihrer Landsfrau Chantal Wick, die sie aus gemeinsamen Zeiten bei den Spono Eagles Nottwil kennen.