Die FRISCH AUF Frauen reisen an diesem Samstag zum TuS Lintfort mit Trainerurgestein Bettina Grenz-Klein

 

Ihren Weg der kleinen Schritte kontinuierlich erweitern wollen die Göppinger Zweitliga-Handballerinnen von Spieltag zu Spieltag. An diesem Samstag um 17.30 Uhr ist der Tabellenführer zu Gast beim TuS Lintfort am Niederrhein, der auf der Trainerbank eine besondere Form der Kontinuität pflegt. Seit mehr als 22 Jahren werden die Handballerinnen von Bettina Grenz-Klein trainiert, einem absoluten Urgestein im Verein. Doch nicht nur sie selber, ihre ganze Familie ist im Verein verwurzelt. Ehemann Ulrich ist Vorsitzender, Tochter Naina war vor ihrem Wechsel in die 1. Bundesliga im Jahr 2021 von 1999 an für den derzeitigen Tabellenachten aktiv.

Für das Team von Trainer Nico Kiener gilt es beim Team der einstigen Göppingerin Prudence Kinlend, die nach der Runde wie auch die anderen beste Werferin Lena Heimes zum aufstrebenden Nachbarn Bergischer HC wechselt, wieder einmal einen Kontrahenten nicht auf die leichte Schulter zu bezwungen. Lintforts Kader ist zwar klein, aber fein. Das bekamen schon einige Konkurrenten zu spüren. Der TuS mischte lange ganz oben mit, musste den Kontakt zum Führungsduo aber nach und nach abreißen lassen. Trotz der aus dem mit 34:29 gewonnenen Spiel gegen Regensburg aberkannten Punkte kann der Göppinger Gastgeber in der Endabrechnung immer noch Dritter werden. In der neuen Runde muss Grenz-Klein den Abgang des arrivierten Duos Kinlend und Heimes erst einmal auffangen. Immerhin: Die beiden Torhüterinnen Nora Kothen und Laura Graef werden bleiben und junge Talente aus der Region an das Zweitliganiveau herangeführt.

Die Göppingerinnen hätten nichts dagegen, wenn es in der neuen Runde nicht mehr nach Lintfort, sondern ins nicht ganz so weit entfernte eine Liga höher spielende Leverkusen ginge. Dafür benötigt das Team von Trainer Nico Kiener den nächsten Sieg. Dies wäre dann der neunte in Folge. Den Göppinger Trainer freut der Lauf seines Teams und das weiter gestiegene Selbstvertrauen nach dem jüngsten Erfolg gegen die Berliner Füchse. Doch Kiener weiß auch, „dass wir uns davon noch nichts kaufen können. Jedes weitere Spiel beginnt wieder bei null und wir müssen immer unsere Leistung abrufen, um die Punkte zu holen.“ Je häufiger sein Team in den letzten acht Saisonspielen zwei Zähler auf die Habenseite bringt, desto wahrscheinlicher wird ein Kräftemessen mit Erstligadino Leverkusen. Beim jüngsten 28:23 gegen die Berliner „Spreefüxxe“ war in der zweiten Hälfte Klara Schlegel einer der Aktivposten. Mit ihren Treffern sorgte die österreichische Nationalspielerin dafür, dass Berlin auf Abstand gehalten und ein ungefährdeter Erfolg eingefahren werden konnte. „Es freut mich für sie, dass sie dem Team so gut helfen konnte. Klara kommt nach ihrer Verletzung immer besser in Fahrt“, lobt die Sportliche Leiterin Birute Schaich. Die Linkshänderin selber sagt zur bevorstehenden Aufgabe: „Ich denke, wir können selbstbewusst in das Spiel gehen und brauchen keine Angst haben, dürfen die Mannschaft aber natürlich nicht unterschätzen. Wichtig wird sein, dass wir hinten wieder eine stabile Abwehr haben und uns dann das Leben mit schnellen Toren über erste und zweite Welle einfacher machen.“ Nach der Partie reist die 22-Jährige wie Teamkollegin Marlena Urbanska (Polen) zur Nationalmannschaft. „Das werden auf jeden Fall ein paar anstrengende Tage, aber ich freue mich darauf, weil ich bei jedem Lehrgang etwas dazu lerne und von meinen Mitspielerinnen viel mitnehmen kann.“ Sich mit den Besten der Besten zu messen, bringe sie in ihrer Entwicklung weiter nach vorne, betont Klara Schlegel. Für den Saisonendspurt sicherlich auch für die RISCH AUF Frauen nicht von Nachteil.