Göppinger Mauer steht

21.4.2026
Kategorie
Bundesliga

Die FRISCH AUF Frauen bezwingen Zwickau im ersten Play-off-Spiel dank einer überragenden Abwehrleistung mit 28:19 (11:10)

Die Göppinger Mauer stand. Und wie: Dank einer überragenden Abwehrleistung mit nur neun Gegentoren in der zweiten Hälfte haben die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen einen erfolgreichen Auftakt in die Play-off-Runde hingelegt und den BSV Sachsen Zwickau ungewohnt deutlich mit 28:19 (11:10) bezwungen.

„Ein mega-wichtiger Erfolg an einem Wochenende, das sehr gut für uns gelaufen ist“, jubelte Göppingens Trainer Nico Kiener in Anspielung auf die Niederlagen von Buxtehude gegen Metzingen (28:29) und Halle-Neustadt gegen Neckarsulm (30:34). „Jetzt haben wir schon mal einen etwas größeren Abstand geschaffen.“ Doch nicht nur das dürfte den Göppinger Trainer gefreut haben. Der gesamte Auftritt der FRISCH AUF Frauen war bis auf eine kurze Ausnahme vor der Pause, als diese mit 8:10 ins Hintertreffen gerieten, eine rundum gelungene und temporeiche Vorstellung. Nach Kieners zweiter Auszeit drehten die Frisch-Auf-Handballerinnen mit einem 3:0-Lauf die Begegnung wieder zu ihren Gunsten und nahmen ein 11:10 mit in die Kabine. Angetrieben von einer stark aufspielenden Lea Neubrander auf Rückraum-Mitte lag das Kiener-Team nach 15 Minuten 7:6 vorne.

Von Beginn an hatte sich dabei das erwartet enge und von den Abwehrreihen dominierte Duell entwickelt. Nach 25 Minuten hatte Zwickau dann plötzlich mit zwei Toren die Nase vorne und der Göppinger Coach justierte sein Team neu. Mit Erfolg: Bis zur Pause drehten die Göppingerinnen die Partie wieder. Nach dem Wechsel nutzte Zwickau durch seine erfolgreichste Werferin Silje Brons Petersen den Ballbesitz zum schnellen Ausgleich, doch was dann folgte, war ein Zwickauer Zerschellen an der Göppinger Abwehrmauer. Die Gäste kamen nicht mehr durch, wurden von der Frisch-Auf-Abwehr immer wieder festgemacht und zu neuem Spielaufbau gezwungen. Auf der Gegenseite tankte sich Frisch Auf dagegen immer wieder durch. Lara Däuble, Neubrander und Sina Ehmann sorgten für viele gute Anspiele und Tore und so hieß es nach 35 Minuten 16:11. Nun versuchte auch Gästecoach Norman Rentsch in einer Auszeit dagegenzusteuern, doch die Göppingerinnen blieben konsequent und aufmerksam und führten nach einem Siebenmetertor von Haruno Sasaki 20:15 (45.).

„Wir haben uns in Hälfte zwei gut auf das Zwickauer Spiel eingestellt und in der Abwehr wirklich sehr, sehr gut gearbeitet“, meinte Lara Däuble. Nach ihrem Treffer zum 23:16 und dem Tor von Mariel Beugels zum 24:16 (51.), die die wendige Julia Niewiadomska mit energischem Zupacken in Schach hielt, war die Vorentscheidung gefallen und die 1500 Zuschauer in bester Feierlaune. „Das war ein wichtiger Erfolg heute, wir haben als Team super funktioniert“, sagte die gut haltende Petra Hlogyik, die zur zweiten Hälfte auf die Platte kam. „Ich konnte es gar nicht so recht glauben, dass unser Vorsprung größer und größer wurde, da es sonst ja immer sehr knapp gegen Zwickau war so wie auch vor zwei Wochen.“

Der Erfolg gebe viel Rückenwind für die restlichen Aufgaben, „in denen wir nach unserem letzten Spiel in Buxtehude schon die notwendigen Punkte gesammelt haben wollen, damit uns am letzten Spieltag, wenn wir spielfrei sind, nichts mehr passieren kann. Punkten können wir in jedem Spiel, es ist jetzt keine Übermannschaft mehr dabei, die vier Topteams sind weg, der Rest bewegt sich auf einem Level.“

Frank Höhmann

So spielten sie:

FRISCH AUF Frauen: Hlogyik, Meißner; De Bellis (1), Beugels (2), Bianco, Bornhardt (1/1), Däuble (4/1), Ehmann (5), Elies, Kynast, Mohr, Neubrander (6), Sasaki (2/2), Scherer (2), Schulze (4), Watzl (1)
BSV Sachsen Zwickau: Janßen, Curth; Szabo (1), Gierga (1), Kähr, Petersen (11/3), Walkowiak, Hasselbusch (1), Niewiadomska (3), Stens (1), Steverink (1)
Schiedsrichter: Thomas Kern/Thorsten Kuschel (Bellheim/Kandel)
Zeitstrafen: 8:8-Minuten
Zuschauer: 1500.