Kiener-Team will erfolgreichen Auftakt

19.4.2026
Kategorie
Bundesliga

An diesem Sonntag um 14.30 Uhr kommt es für die FRISCH AUF Frauen im ersten Playoff-Spiel zum schnellen Wiedersehen mit Sachsen Zwickau

Zwickau im letzten Hauptrundenspiel vor eigenem Publikum, Zwickau im ersten Playoff-Spiel erneut in eigener Halle: An diesem Sonntag um 14.30 Uhr (live bei DF1) kommt es für die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen in der Göppinger EWS Arena zum schnellen Wiedersehen mit dem BSV Sachsen Zwickau. Das Team von Trainer Nico Kiener will dabei den Erfolg von vor zwei Wochen (29:27) wiederholen und mit einem Auftaktsieg die ersten beiden Zähler auf dem Weg zum Klassenerhalt verbuchen und den Kontrahenten in der Tabelle überholen.

Wie in den vergangenen Duellen dürfte es auch am Sonntag wieder ein enges Match werden, das körperlich und mental alles abverlangt. Schon vor zwei Wochen mussten die FRISCH AUF Frauen alles investieren, um den Gegner zu bezwingen. Besonders in der Defensive waren die Kiener-Schützlinge gefordert, um das Zwickauer Spiel über Kreisläuferin Laura Szabo zu unterbinden und zudem die Wirkungskreise der dänischen Spielmacherin Silje Brons Petersen einzuschränken. Mit Leidenschaft, Kampfgeist und der tollen Unterstützung der Zuschauer gelang es den Gastgeberinnen, den zwischenzeitlichen Rückstand in der zweiten Hälfte zu drehen und den ersten Sieg im Jahr 2026 zu feiern. „Das Selbstvertrauen nach diesem Sieg wollen wir mitnehmen in die erste Play-off-Begegnung. Aber auch zuvor gegen Dortmund und in Metzingen haben wir schon gut gespielt“, sagt der Göppinger Trainer.

Auf Göppinger Seite hofft man, dass die zuletzt fehlenden Luisa Scherer (Rückenprobleme) und Haruno Sasaki (Muskelfaserriss) wieder am Start sein können. „Ob es schon am Sonntag reicht, müssen wir abwarten“, berichtet Kiener. Die mit 115/67-Treffern die Göppinger Torschützenliste anführende japanische Spielmacherin fiebert jedenfalls ihrem Comeback entgegen. „Es wäre schön, wenn es klappen würde, aber es ist noch unsicher, ob schon die volle Belastung möglich ist.“ Falls nicht, wird und muss sie ihr Team von außen an anfeuern. „Spiele gegen Zwickau sind immer sehr emotional, bestimmt auch dieses Mal. Die Defensive wird der Schlüssel zum Erfolg sein“, weiß Sasaki um die Wichtigkeit eines Göppinger Abwehrbollwerks. „Wir haben uns jedenfalls gut vorbereitet und wissen, dass wir insgesamt als Team eine starke Performance brauchen, um zu gewinnen. Wir wollen unseren Heimvorteil nutzen und bauen auf die Unterstützung der Zuschauer. Sollte es für mich zum Einsatz reichen, möchte ich dabei helfen, dass wir die Kontrolle über das Spiel erlangen und dieses auf unsere Seite bringen können.“ Zuletzt half Lara Däuble auf Rückraum-Mitte aus und überzeugte, ebenso auf dem rechten Flügel die am Saisonende eine Handballpause einlegende Gianina Bianco.

Bei den von Trainer Norman Rentsch trainierten Gästen ist man nach der jüngsten Niederlage in Göppingen auf Revanche aus. Auch sie wollen unbedingt mit einem Auftaktsieg in die Playoffs starten, denn am nächsten Wochenende kann der BSV keine Zähler sammeln, da er spielfrei ist. In der neuen Spielzeit gibt es im Team der Sächsinnen etliche neue Gesichter, da mehrere Akteurinnen den Verein verlassen werden, darunter Kaho Nakayama, Charlotte Kähr, Spielführerin Szabo, die derzeit verletzte Torhüterin Barbara Györi (zum Ligakonkurrenten Sport-Union Neckarsulm), Lea-Sophie Walkowiak (SG 09 Kirchhof) und Laura Penzes (Füchse Berlin). Als Neuzugänge stehen bislang die beiden Nationalspielerin Kristina Dramac (Österreich, kommt vom kroatischen Klub Podravka Vegeta), Lilja Agustsdottir (Island, Valur Rejkjavik) und die beiden Torhüterinnen Katja Grewe (HSV Solingen-Gräfrath) und Alexandra Humpert (VfL Oldenburg) fest.

Natürlich laufen auch in Zwickau die Planungen fürs Oberhaus, so wie in Göppingen. Ein Sieg zum Einstieg würde hierbei enorm helfen. Den wollen die FRISCH AUF Frauen mit aller Macht erreichen. „Wir brauchen wieder eine stabile Defensive und müssen dagegenhalten und den Kampf annehmen“, so Coach Kiener, der im 29:27-Erfolg eine gute Vorlage in petto hat. Wenn sein Team am Sonntag nach den 60 Minuten ein Tor mehr erzielt hätte, der Jubel nach Spielschluss würde sicherlich keinen Deut geringer ausfallen als nach dem Ende des Hauptrundenduells.